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Dietmar Kuehl Guest
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Posted: Sun Mar 27, 2005 3:12 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Thomas Mang wrote:
| Quote: | 1) Wie viele Personen sind derzeit ungefähr (aktive) Mitglieder, bzw. gibt
es einen Trend in der Mitgliederzahl seit Beginn von WG21?
|
Derzeit kommen ca. 50 bis 60 Mitglieder zu den Committee-Meetings. Manchmal
sind es ein paar mehr, manchmal ein paar weniger. Das hängt auch davon ab,
wo das Meeting ist und wie teuer Hotel und Anreise sind.
| Quote: | 2) Sind nur Personen Mitglieder, oder auch Organisationen im weiteren
Sinne, z.B. IBM, Microsoft etc.
|
In dem Internationalen Committee (JTC1/SC22/WG21) sind ausschließlich
nationale Standardisierungsorganisations (DIN, BSI - British Standardisation
Institute, ANSI - American National Standardisation Institure, AFNOR - ???,
etc.) Mitglied. Das ist sozusagen bei C++ das "Oberhaus". In den nationalen
Organisationen sind oft nur Organisationen (Universitäten, Firmen, etc.)
Mitglied. So ist das z.B. bei DIN der Fall. ANSI erlaubt allerdings
anscheinend auch selbstständige Personen.
| Quote: | 3) Welche sind die aktuellen "national bodies", bzw. wieviele Mitglieder
haben die wiederum?
|
Derzeit sind üblicherweise 10 bis 11 Nationen vertreten:
- USA
- Kanada
- Deutschland
- Frankreich
- Großbritanien
- Japan
- Niederlande
- Schweiz
- Dänemark
- Norwegen (oftmals vertreten durch die selbe Person wie Dänemark!)
- Irland
Wieviele Unternehmen jeweils aktiv an der Standardisierung von C++ in
nationalen Gremien beteiligt sind, weiß ich nicht. In Deutschland nehmen
derzeit zwei Organisationen (eine Uni und Contendix, sprich ich) offiziell
an der Standardisierung von C++ teil. Das Problem ist halt, dass sowas
für Unternehmen in Deutschland relativ viel Geld kostet...
| Quote: | 4) Es gibt die "core language group", die "evolutionary group" und die
"library group". Bei letzterer kann ich mir wohl ausmalen, was die machen,
wo die ersten beiden getrennt sind weiß ich nicht so genau.
|
Die Gruppen bilden sich effektiv ad hoc. Im wesentlichen definieren sich die
Gruppen anhand der Papiere, an denen sie Arbeiten:
- Die "Core Group" arbeitet derzeit im wesentlich an dem CWP (Core Working
Paper; siehe
<http://www.open-std.org/jtc1/sc22/wg21/prot/14882fdis/n1767.html>). Das
sind effektiv alle Defect Reports, die die eigentliche Sprache betreffen.
Wenn es soweit ist, wird die Core Group auch die Änderungen am Standard
für Neuerungen machen.
- Die "Library Group" arbeitet an mehreren Papieren im Zusammenhang mit der
Bibliothek. Das sind derzeit das LWP
(<http://www.open-std.org/jtc1/sc22/wg21/docs/papers/2005/n1762.html>)
und die Issue List für den Library Technical Report 1 (TR1;
<http://www.open-std.org/jtc1/sc22/wg21/docs/papers/2005/n1765.pdf>); bis
zum letzten Meeting wurde TR1 selbst bearbeitet, aber der steht derzeit
grade zur Abstimmung oder so (den genauen Zustand weiß ich grade nicht).
- Die "Evolution Group" diskutiert Erweiterungen für C++, hauptsächlich in
Form von Erweiterungen/Korrekturen der Sprache. Bei den Papern gibt es
eine ganze Reihe von Vorschlägen, was in die Sprache aufgenommen werden
sollte und das wird von der Evolution Group gesichtet, priorisiert,
gruppiert, etc. Im Moment gibt es noch keinen klaren Umrisse für die zu
erwartenden Erweiterungen, obwohl bestimmte Sachen öfter hochkommen (etwa
Unterstützung für Multi-Threading, Concept, rvalue-reference, decltype,
etc.). Die Evolution Group versucht aus dem ganzen Mix eine klare Linie
zu formen.
| Quote: | 5) Wahlprozeß -> wie wird gewertet? Z.b einfache Mehrheit, absolute
Mehrheit.... Wenn ich mich richtig erinnere, benötigt der finale Standard
Zustimmung von allen national bodies - stimmt das (haben nicht 1998 die
Briten gedroht, den Standard zu boykottieren, wenn irgendwas nicht
verändert wird?)
Ist der Wahlprozeß innerhalb der national bodies irgendwie standardisiert,
oder jedem Land überlassen?
|
Abstimmungen werden in den unterschiedlichen nationalen Bodies ggf.
unterschiedlich gehandhabt bzw. sind teilweise überflüssig (zum Beispiel
war ich auf dem letzten Meeting der einzige deutsche Vertreter und es gab
keine Vorgaben von einem deutschen Gremium, welches derzeit aus Herrn
Prof.Dr.Richard Kaiser und mir besteht). Bei ANSI, der mit Abstand größte
nationale Body, der parallel zu dem C++ ISO Gremium tagt, wird mit einfacher
Mehrheit ohne Enthaltungen gestimmmt. Allerdings sind in den letzten Jahren
alle Abstimmungen mit sehr klarer Mehrheit abgestimmt worden. Bei den ISO
Abstimmungen auf den Meetings wird ebenfalls mit einfacher Mehrheit
abgestimmt, wobei alle vertretenen Nationen abstimmen müssen. Sie können
sich allerdings explizit enthalten. Die ISO Abstimmungen auf den Meetings
beziehen sich immer nur auf Änderungen an Dokumenten. Die finale Abstimmung
zur endgültigen Abnahme eines Dokuments auf ISO wird von dem jeweiligen
nationalen Body angegeben, wobei jeweils alle Mitglieder bei dem nationalen
Body eine Meinung abgeben können, auch wenn sie nicht aktiv sind. Wie die
nationalen Bodies dann effektiv abstimmen, weiß ich allerdings auch nicht
so genau.
Ich denke nicht, dass alle nationalen Gremien einstimmig eine Position
beschließen müssen. Es ist allerdings sicherlich für einen Standard
förderlich, wenn er einstimmig beschlossen wird. Bei ISO C++ 1998 war das
erklärte Ziel, eine einstimmmige Abstimmung zu bekommen, d.h. alle
Einsprüche nationaler Gremien auszuräumen. Bei ISO C++ 1998 haben sowohl
die Briten als auch die Franzosen damit gedroht, die Zustimmung zu
verweigern, wenn nicht bestimmte Sachen behoben sind (mindestens bei den
einen ging es um 'std::auto_ptr'; ich denke es gab noch ein weiteres
Issue, weiß es aber nicht mehr so genau).
| Quote: | 6) Mitgliedsbeiträge: In welcher range (Min / Max) spielen sich da die
Beträge ab [falls nicht geheim...]?
|
In Deutschland liegt die Teilnahmegebühr für NI-22 (das DIN Gremium, das
sich mit sämtlichen Programmiersprachen befaßt) bei ca. EUR 900 pro Person,
wobei jedes Unternehmen ggf. genau eine Stimme hat, wenn ich das richtig
verstanden habe. Vertreter öffentlicher Organisationen z.B. von Universtäten
nehmen kostenlos teil. Bei ANSI liegt die Gebühr bei ca. $700. Wie hoch die
Gebühren in den anderen Ländern sind, weiß ich nicht, aber ich vermute dass
einige Länder deutlich billiger sind, als DIN, womöglich sogar kostenlos.
| Quote: | 7) durchschnittliche Arbeitszeit für intensiv beschäftigte Mitglieder
(vielleicht eigene Erfahrung)?
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Ich arbeite in der Regel ziemlich genau die zwei Wochen, in denen die
Meetings sind an dem Standard plus jeweils zwei, drei Tage Vorbereitung.
Einige andere Mitglieder arbeiten deutlich mehr an dem Standard. Es scheint
bei einigen einen signifikanten Teil der Arbeitszeit auszumachen. Das
hängt mit Sicherheit von den jeweiligen Möglichkeiten und der Wichtigkeit
des Standards für das jeweilige Unternehmen ab: ich betreibe das private
nebenher (und bringe auch die Gebühren private auf; die Meetings sehe ich
als Fortbildung an und die Kosten dafür übernimmt normalerweise meine
Firma). Da ist nur relativ wenig Zeit übrig. Andere Unternehmen hängen
stark von C++ ab und es wird auch viel mehr in C++ investiert.
--
<mailto:dietmar_kuehl (AT) yahoo (DOT) com> <http://www.dietmar-kuehl.de/>
<http://www.contendix.com> - Software Development & Consulting
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
FAQ: http://www.voyager.prima.de/cpp/ mailto:voyager+send-faq (AT) bud (DOT) prima.de
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Thomas Mang Guest
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Posted: Tue Mar 29, 2005 7:05 pm Post subject: Standardisierungs - Proze337n^ |
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Hallo Leute,
Ich halte am Montag für einen Englissh-Uni-Kurs ein Referat über C++. Da
sich wohl niemand mit Computerprogrammierung auskennen wird, möchte ich den
Fokus nicht so sehr auf technische Aspekte legen, sondern auf das
Drumherum - z.B. den Standardisierungs-prozeß. Leider weiß ich aber darüber
nicht so viel.
Da hier sicherlich Kommittee-Mitglieder mitlesen, frage ich mal ein paar
Dinge die ich nicht weiß - vielleicht interessiert es ja andere
Nicht-Mitglieder ebenfalls:
1) Wie viele Personen sind derzeit ungefähr (aktive) Mitglieder, bzw. gibt
es einen Trend in der Mitgliederzahl seit Beginn von WG21?
2) Sind nur Personen Mitglieder, oder auch Organisationen im weiteren Sinne,
z.B. IBM, Microsoft etc.
3) Welche sind die aktuellen "national bodies", bzw. wieviele Mitglieder
haben die wiederum?
4) Es gibt die "core language group", die "evolutionary group" und die
"library group". Bei letzterer kann ich mir wohl ausmalen, was die machen,
wo die ersten beiden getrennt sind weiß ich nicht so genau.
5) Wahlprozeß -> wie wird gewertet? Z.b einfache Mehrheit, absolute
Mehrheit.... Wenn ich mich richtig erinnere, benötigt der finale Standard
Zustimmung von allen national bodies - stimmt das (haben nicht 1998 die
Briten gedroht, den Standard zu boykottieren, wenn irgendwas nicht verändert
wird?)
Ist der Wahlprozeß innerhalb der national bodies irgendwie standardisiert,
oder jedem Land überlassen?
6) Mitgliedsbeiträge: In welcher range (Min / Max) spielen sich da die
Beträge ab [falls nicht geheim...]?
7) durchschnittliche Arbeitszeit für intensiv beschäftigte Mitglieder
(vielleicht eigene Erfahrung)?
Ansonsten nehme ich natürlich gerne jeglich Zusatzinformation an - z.B.
Anekdoten, wann weshalb zuletzt mal die Fetzen geflogen sind etc...
Ein link alleine wäre auch super; auf der WG21-Seite habe ich nichts
gefunden.
Ach ja, da ich derzeit keinen Zugang zum Design+Evolution habe -> weiß wer
eine Seite, wo kurz die wichtigten Sprach-erweiterungen seit C++-Geburt bis
1998 stehen [An Stroustroups Seite komme ich derzeit nicht ran]? Ganz grob
mit den wichtigsten features (erster Compiler -> war glaube ich mit CFront
1.0 1985), templates, overloading + operator overloading, exceptions) reicht
vollkommen.
Danke!
Thomas
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
FAQ: http://www.voyager.prima.de/cpp/ mailto:voyager+send-faq (AT) bud (DOT) prima.de
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Lars Rohwedder Guest
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Posted: Fri Apr 01, 2005 6:14 am Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Dietmar Kuehl <dietmar_kuehl (AT) yahoo (DOT) com> wrote:
| Quote: | [Standardisierungsgremien und -prozedere]
|
Sehr interessant, sowas mal zu lesen. Wäre schön, wenn hier in der NG
öfter etwas über den Fortgang der Standadisierung/geplante Neuerungen
berichtet und ggf. diskutiert wird. So schön solche Multinationalen und
relativ offenen Gremien ist, irgendwie finden die Verhandlungen ja doch
recht abgeschieden von der Öffentlichkeit statt, was sehr schade ist.
Und auch wenn so ein Gremium manchmal recht behäbig arbeitet, ist mir
das auf jeden Fall immernoch sympatischer, als eine einzelne
kommerzielle Firma, die mal eben so nach gusto "ihre" Sprache nach
Belieben umstricken/erweitern kann, ohne dass die Öffentlichkeit da
irgendein Mitspracherecht hat. (Ich will da jetzt keine Namen nennen.
)
Bleibt also zu hoffen, dass möglichst bald eine neue, leistungsfähigere
C++-Version (inkl. Standardbibliothek) standardisiert wird, damit C++
wieder "wettbewerbsfähig" wird.
Lars R.
--
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Thomas Maeder Guest
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Posted: Fri Apr 01, 2005 3:47 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Lars Rohwedder <randgruppe (AT) uni-rostock (DOT) de> writes:
| Quote: | Bleibt also zu hoffen, dass möglichst bald eine neue, leistungsfähigere
C++-Version (inkl. Standardbibliothek) standardisiert wird, damit C++
wieder "wettbewerbsfähig" wird.
|
Warum hälst Du denn das aktuelle C++ nicht für wettbewerbsfähig.
--
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Daniel Albuschat Guest
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Posted: Mon Apr 04, 2005 9:24 am Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Stefan Ram wrote:
Ist die URL so gewollt?
--
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Daniel Albuschat Guest
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Posted: Mon Apr 04, 2005 1:01 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Stefan Ram wrote:
Da sehe ich fuer mich genauso unbrauchbares Zeugs wie vorher auch.
Worauf muss ich da druecken?
Ich verstehe dein komisches System nicht.
Aber vielleicht liegt es auch an mir.
--
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dietmar_kuehl@yahoo.com Guest
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Posted: Tue Apr 05, 2005 3:30 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Lars Rohwedder wrote:
| Quote: | Sehr interessant, sowas mal zu lesen. Wäre schön, wenn hier in der
NG
öfter etwas über den Fortgang der Standadisierung/geplante
Neuerungen
berichtet und ggf. diskutiert wird.
|
Das letzte Mal, als ich einen Bericht vom Committee Meeting gepostet
habe
war die anschließende Diskussion nicht grade umwerfend: Siehe den
Thread
mit dem Titel "Bericht vom C++ Committee Meeting (Redmond/Oktober
2004)"
in dieser Newsgroup...
--
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Stefan Reuther Guest
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Posted: Thu Apr 07, 2005 6:20 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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[email]dietmar_kuehl (AT) yahoo (DOT) com[/email] wrote:
| Quote: | Lars Rohwedder wrote:
Sehr interessant, sowas mal zu lesen. Wäre schön, wenn hier in der
NG öfter etwas über den Fortgang der Standadisierung/geplante
Neuerungen berichtet und ggf. diskutiert wird.
Das letzte Mal, als ich einen Bericht vom Committee Meeting gepostet
habe war die anschließende Diskussion nicht grade umwerfend: Siehe den
Thread mit dem Titel "Bericht vom C++ Committee Meeting (Redmond/Oktober
2004)" in dieser Newsgroup...
|
Ich fand den Artikel durchaus interessant zu lesen, mir fiel nur gerade
nichts zu Diskutieren ein Zumal es eben auch ein Bericht war und kein
RfD. Aber wegen mir kannst du gerne weiter solche Berichte posten.
Stefan
--
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Olaf Krzikalla Guest
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Posted: Thu Apr 07, 2005 9:06 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Hi,
Stefan Reuther wrote:
| Quote: | Ich fand den Artikel durchaus interessant zu lesen, mir fiel nur gerade
nichts zu Diskutieren ein
Naja, IMHO ging es Dietmar gar nicht um das Diskutieren des Artikels, |
sondern um das Diskutieren über C++. Ich muß natürlich zugeben, dass ich
auch (noch) keine Ressourcen habe, um mich ausführlich zu beschäftigen
(obwohl ich einige kommende Dinge schon haben und andere gerne
verhindern möchte [im positiven Sinne: Gegenvorschläge machen]). Auch
habe ich mich trotz meiner momentanen Projektlosigkeit (Headhunter
aufgehorcht und damit verbundenen Zeit nicht bis Oslo durchringen
können. Aber nächstes Jahr ist das Meeting AFAIK ja in Deutschland und
das hab ich mir schon fest vorgenommen. Bis dahin wäre es ja auch mal
gut, dass vielleicht doch mal auch etwas Konkretes aus Deutschland kommt.
MfG
Olaf Krzikalla
--
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Andre Poenitz Guest
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Posted: Wed Apr 20, 2005 8:09 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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[email]dietmar_kuehl (AT) yahoo (DOT) com[/email] <dietmar_kuehl (AT) yahoo (DOT) com> wrote:
| Quote: | Lars Rohwedder wrote:
Sehr interessant, sowas mal zu lesen. Wäre schön, wenn hier in der NG
öfter etwas über den Fortgang der Standadisierung/geplante Neuerungen
berichtet und ggf. diskutiert wird.
Das letzte Mal, als ich einen Bericht vom Committee Meeting gepostet
habe war die anschließende Diskussion nicht grade umwerfend: Siehe den
Thread mit dem Titel "Bericht vom C++ Committee Meeting
(Redmond/Oktober 2004)" in dieser Newsgroup.
|
Naja, ich hab's gelesen und fand's nett, dass es da war.
Meinen Lieblingsprobleme mit C++ werden - so wie ich das mitbekommen
habe - auch nicht durch die naechste Standardisierungsrunde beseitigt
werden und insofern sehe ich da nur eine grosse Zeitsenke, wieder eine
(oder mehrere...) vergebliche Diskussionen durchzuziehen.
Aber falls es doch irgendwann mal den Karthagern an den Kragen gehen
soll: Mir ist die Sprache an einigen Stellen zu umstaendlich (zuviel
Tipperei) und an einigen zu inkonsitent.
Fuer ersteres: Es gibt 'automatische' C'ctoren & Assignments, ich
vermisse
bool operator==(T const &, T const &) auto;
bool operator<(T const &, T const &) auto;
& schon roedelt die 'auto'-Implementierung ueber alle Member.
[Oder welch andere Syntax auch immer "notwedig" ist, um
"source-kompatibel" zu bleiben.]
Ich vermisse
_explicit_ operator T();
Ich vermisse irgendetwas, was 'pimpl' hilft zu implementieren ohne jede
Funktion 'von Hand' weiterzuleiten.
Ich mag nicht
template
void Foo::bar1()
...
template <class T, class .... >
void Foo::bar20()
schreiben muessen, sondern
template <class T, class .... > {
void Foo::bar1()
...
void Foo::bar20()
}
Auf der anderen Seite will ich fuer eine Funktion in namespace
foo::bar::baz nicht namespace foo { namespace bar { namespace baz { ...
} } } schreiben muessen.
Ich brauche "lokale Funktionen" a la lambda, und zwar mit einer
kompakten Syntax.
Bei 'typename' ist der 'default-Wert' falsch rum. Bei mir sind in >99%
der Faelle xxx::yyy<T>::iterator wirklich Typen.
Ich haette gern "echte" typedefs.
Ich haette gern enums in einem Zustand, wo sie problemlos
vorwaerts-deklarierbar sind.
'typeof' in einer Form, die Tipperei spart, ohne sich die Finger an
Macros dreckig machen zu muessen. So was wie
typename auto x = container.begin()
zumindest solange es eindeutig ist.
Scopes fuer Macros, oder genug "Bordmittel", um auf Macros weitestgehend
verzichten zu koennen.
Kippen der Regel, das 'main' ohne 'return' auskommt.
Eine wesentlich fettere Standardbibliothek (Einfach verkettete Listen,
Hashmaps, Threads, Filesystem, Regexps, ... im Prinzip also boost::*)
Und ich brauche keine Source-Kompatibilitaet, wenn das zu
Abschaeulichkeiten wie '_Bool' fuehrt.
Das waren jetzt alles Sachen, die mir spontan einfallen, die Reihenfolge
hat ueberhaupt nichts zu sagen.
Andre'
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
FAQ: http://www.voyager.prima.de/cpp/ mailto:voyager+send-faq (AT) bud (DOT) prima.de
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Markus Schaaf Guest
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Posted: Thu Apr 21, 2005 7:31 am Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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"Andre Poenitz" <poenitz (AT) htwm (DOT) de> schrieb:
| Quote: | Eine wesentlich fettere Standardbibliothek (Einfach verkettete Listen,
Hashmaps, Threads, Filesystem, Regexps, ... im Prinzip also boost::*)
|
Ich programmiere in letzter Zeit wieder etwas ernsthafter mit C++ im
systemnahen Bereich (keine Kernel-Sachen, eher User-Land-Treiber). Dabei
ist mir Folgendes aufgefallen: Die Standard-Bibliothek kann ich kaum
gebrauchen (nichtmal Container). Nichts von Boost, was irgendwie Higher-
Level ist, ist sinnvoll benutzbar. Gut sind die Low-Level-Sachen, also
z.B. <boost/mpl>, <boost/preprocessor>.
Das Problem bei den Standard-Sachen ist, daß die Implementierung viel zu
viel Spielraum hat. Es nützt mir also nichts, daß der Kram überall dabei
ist. Am Ende muß ich die gleiche Funktionalität sowieso als extra
Bibliothek mitschleppen, damit ich weiß, was es wie und wann tut. Ich
sehe deshalb Standardisierung bei Bibliotheken nur als Hemmschuh, ohne
Vorteile. Und: Wenn Du mit den Boost-Sachen glücklich bist, warum benutzt
Du die nicht einfach? Warum soll es "standardisiert" werden?
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
FAQ: http://www.voyager.prima.de/cpp/ mailto:voyager+send-faq (AT) bud (DOT) prima.de
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Heiko Bauke Guest
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Posted: Thu Apr 21, 2005 4:45 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Hi,
On Wed, 20 Apr 2005 22:09:26 +0200
Andre Poenitz <poenitz (AT) htwm (DOT) de> wrote:
| Quote: | Ich vermisse
_explicit_ operator T();
Ich vermisse irgendetwas, was 'pimpl' hilft zu implementieren ohne jede
Funktion 'von Hand' weiterzuleiten.
|
au ja, wie ich das vermisse. Mit den momentanen Regelungen bzgl.
Umwandlungsoperatoren und Konstruktoren mit genau einem Argument macht
man besser einen Bogen um die Umwandlungsoperatoren.
| Quote: | Bei 'typename' ist der 'default-Wert' falsch rum. Bei mir sind in >99%
der Faelle xxx::yyy<T>::iterator wirklich Typen.
|
Ich habe die Notwendigkeit von typename sowieso nie ganz verstanden.
Beim gcc ging es doch lange auch ohne. Eine technische Notwendigkeit für
das Schlüsselwort kann ich nicht sehen.
Wenn ich die bisherige Diskusion richtig mitbekommen habe, kümmert sich
das Standardisierungskomitee momentan lieber um das Thema Bibliotheken.
So ganz nachvollziehen kann ich diesen Fokus nicht. Gibt es doch genug
Baustellen in der Sprache selbst. Die Bemühung um neue Bibliotheken
scheint mir eher von dem Wunsch geleitet, zu Modesprachen a la Java und
C# aufschließen zu können. Ein Rennen, das von vornherein zum Scheitern
verurteilt ist.
Heiko
--
-- Einer Frau ihren Herzenswunsch ausreden zu wollen, gleicht dem
-- Versuch, den Niagara - Fall mit bloßen Händen zu stoppen.
-- (Bob Hope, 1903-)
-- Heiko Bauke @ http://www.uni-magdeburg.de/bauke
--
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Andre Poenitz Guest
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Posted: Thu Apr 21, 2005 8:17 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Markus Schaaf <markus (AT) sags-per-mail (DOT) de> wrote:
| Quote: | "Andre Poenitz" <poenitz (AT) htwm (DOT) de> schrieb:
Eine wesentlich fettere Standardbibliothek (Einfach verkettete Listen,
Hashmaps, Threads, Filesystem, Regexps, ... im Prinzip also boost::*)
Ich programmiere in letzter Zeit wieder etwas ernsthafter mit C++ im
systemnahen Bereich (keine Kernel-Sachen, eher User-Land-Treiber). Dabei
ist mir Folgendes aufgefallen: Die Standard-Bibliothek kann ich kaum
gebrauchen (nichtmal Container). Nichts von Boost, was irgendwie Higher-
Level ist, ist sinnvoll benutzbar. Gut sind die Low-Level-Sachen, also
z.B. <boost/mpl>, <boost/preprocessor>.
|
Tja, in GUI-Naehe scheint dann die Situation ganz anders zu sein. Wobei
ich solche Spaesse wir boost::bind auch nett fand als ich noch "richtig"
programmiert habe.
| Quote: | Das Problem bei den Standard-Sachen ist, daß die Implementierung viel zu
viel Spielraum hat.
|
Das ist in der Tat ein Problem, und ich haette persoenlich nichts
dagegen, wenn es zu den Containern Referenz-Implementationen gaebe,
moeglicherweise mit einer etwas laxeren as-if-Regel in dem Bereich.
Dann ist klar, was erwartet werden darf.
| Quote: | Es nützt mir also nichts, daß der Kram überall dabei ist. Am Ende muß
ich die gleiche Funktionalität sowieso als extra Bibliothek
mitschleppen, damit ich weiß, was es wie und wann tut. Ich sehe
deshalb Standardisierung bei Bibliotheken nur als Hemmschuh, ohne
Vorteile. Und: Wenn Du mit den Boost-Sachen glücklich bist, warum
benutzt Du die nicht einfach?
|
Mach ich doch.
| Quote: | Warum soll es "standardisiert" werden?
|
Damit es andere auch tun. Wenn es kein offizieller Standard ist, dann
hat es nicht mehr Gewicht als jeder andere "de facto Standard" auch, und
mein persoenlicher Bedarf an MFC ist gedeckt...
Andre'
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
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Andre Poenitz Guest
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Posted: Thu Apr 21, 2005 8:27 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Heiko Bauke <heiko.bauke (AT) physik (DOT) uni-magdeburg.de> wrote:
| Quote: | Bei 'typename' ist der 'default-Wert' falsch rum. Bei mir sind in >99%
der Faelle xxx::yyy<T>::iterator wirklich Typen.
Ich habe die Notwendigkeit von typename sowieso nie ganz verstanden.
Beim gcc ging es doch lange auch ohne. Eine technische Notwendigkeit für
das Schlüsselwort kann ich nicht sehen.
|
Sind wohl solche Faelle wie
int x;
template <class T> void foo() { T::bar * x; /* [1] */ }
struct T1 { int bar; }
struct T2 { typedef int bar; }
Ist [1] eine Multiplikation (foo<T1>::bar mal globales x) oder eine
lokale Zeigerdefinition (foo<T2>::bar * == int *). Nach Standard ist
es ersteres, wobei der Normalfall wohl letzteres ist (und dafuer
'typename' davorgeschrieben werden muss).
Das ist im Prinzip derselbe Unsinn wie das Parsen von manchen
Ausdruecken als Deklaration einer lokalen Funktion (die in C++ so gut
wie nie verwendet werden) anstelle des beabsichtigten
Konstruktoraufrufes.
Andre'
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
FAQ: http://www.voyager.prima.de/cpp/ mailto:voyager+send-faq (AT) bud (DOT) prima.de
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Rolf Magnus Guest
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Posted: Thu Apr 21, 2005 11:57 pm Post subject: Re: Standardisierungs - Prozeß |
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Andre Poenitz wrote:
| Quote: | Meinen Lieblingsprobleme mit C++ werden - so wie ich das mitbekommen
habe - auch nicht durch die naechste Standardisierungsrunde beseitigt
werden und insofern sehe ich da nur eine grosse Zeitsenke, wieder eine
(oder mehrere...) vergebliche Diskussionen durchzuziehen.
Aber falls es doch irgendwann mal den Karthagern an den Kragen gehen
soll: Mir ist die Sprache an einigen Stellen zu umstaendlich (zuviel
Tipperei) und an einigen zu inkonsitent.
Fuer ersteres: Es gibt 'automatische' C'ctoren & Assignments,
|
Was machen die?
| Quote: | ich vermisse
bool operator==(T const &, T const &) auto;
bool operator<(T const &, T const &) auto;
& schon roedelt die 'auto'-Implementierung ueber alle Member.
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Was sollten die machen?
| Quote: | [Oder welch andere Syntax auch immer "notwedig" ist, um
"source-kompatibel" zu bleiben.]
Ich vermisse
_explicit_ operator T();
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Hätte ich persönlich bisher nicht so oft gebraucht, aber ich finde auch, daß
das fehlt.
| Quote: | Ich vermisse irgendetwas, was 'pimpl' hilft zu implementieren ohne jede
Funktion 'von Hand' weiterzuleiten.
Ich mag nicht
template
void Foo::bar1()
...
template
void Foo::bar20()
schreiben muessen, sondern
template
void Foo::bar1()
...
void Foo::bar20()
}
Auf der anderen Seite will ich fuer eine Funktion in namespace
foo::bar::baz nicht namespace foo { namespace bar { namespace baz { ...
} } } schreiben muessen.
Ich brauche "lokale Funktionen" a la lambda, und zwar mit einer
kompakten Syntax.
Bei 'typename' ist der 'default-Wert' falsch rum. Bei mir sind in >99%
der Faelle xxx::yyy<T>::iterator wirklich Typen.
Ich haette gern "echte" typedefs.
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Was wäre das?
| Quote: | Ich haette gern enums in einem Zustand, wo sie problemlos
vorwaerts-deklarierbar sind.
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Warum?
| Quote: | 'typeof' in einer Form, die Tipperei spart, ohne sich die Finger an
Macros dreckig machen zu muessen. So was wie
typename auto x = container.begin()
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Soll denn in C++ jedes Schlüsselwort 10 verschiedene Bedeutungen haben? Man
sieht doch, zu welchen Verständnisproblemen das schon bei static führt.
| Quote: | zumindest solange es eindeutig ist.
Scopes fuer Macros, oder genug "Bordmittel", um auf Macros weitestgehend
verzichten zu koennen.
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Weitestgehend kann man doch schon darauf verzichten.
| Quote: | Kippen der Regel, das 'main' ohne 'return' auskommt.
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Diese Regel halte ich zwar für so überflüssig wie einen Kropf, aber wirklich
stören tut sie mich eigentlich nicht.
| Quote: | Eine wesentlich fettere Standardbibliothek (Einfach verkettete Listen,
Hashmaps, Threads, Filesystem, Regexps, ... im Prinzip also boost::*)
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Ich wünsche mir bei diesen Klassen manchmal, daß erlaubt ist, daß sie noch
systemspezifische Memberfunktionen tragen dürfen. Wenn ich sonst etwas
spezielles brauche (z.B. den Filedeskriptor eines ifstream auf einem
POSIX-System), muß ich entweder ganz auf die Standardklassen verzichten
oder irgendwie mit selbstgebastelten Streams rumhantieren, nur für eine
einzige Funktion.
| Quote: | Und ich brauche keine Source-Kompatibilitaet, wenn das zu
Abschaeulichkeiten wie '_Bool' fuehrt.
Das waren jetzt alles Sachen, die mir spontan einfallen, die Reihenfolge
hat ueberhaupt nichts zu sagen.
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Ich finde for_each zu umständlich. Man muß erst eine extra-Funktion
schreiben, dann mit begin() und end() rumhantieren. Da lobe ich mir doch
das foreach aus python, das dann etwa so aussieht:
foreach Element in Liste:
print Element
Simpel und elegant. Ok, es wird der gesamte Container durchlaufen, aber es
gibt dann noch spezielle range-Funktionen, um das einzuschränken. Generell
fällt mir aber auf, daß ich in C++ mit for_each oder einer normalen
Schleife so gut wie immer den gesamten Container abarbeiten will.
Python hat da noch ein paar andere nette Dinge, die daraus resultieren, daß
z.B. das Konzept von Iteratoren bereits in der Sprache selbst unterstützt
wird.
--
de.comp.lang.iso-c++ - Moderation: mailto:voyager+mod (AT) bud (DOT) prima.de
FAQ: http://www.voyager.prima.de/cpp/ mailto:voyager+send-faq (AT) bud (DOT) prima.de
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